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Author: Dr. med. Klaus Podoll 28. February 2006
Edited by: Dr. med. Klaus Podoll

Symptome

Welche Symptome können bei einer Migräne wann auftreten?

Eine Migräne-Attacke kann man in
vier Phasen einteilen. Die
Auraphase, dessen Symptome im Mittelpunkt dieser Website stehen,
ist eine der zwei Phasen, die für gewöhnlich vor der
Kopfschmerzphase eintritt.

Typische Symptome einer Migräneaura sind Fehlleistungen der
Sinneswahrnehmung. Zum Beispiel:

Visuelle Aura


Somatosensorische Aura


Olfaktorische_Aura


Störung der Sprache


Motorische Aura

ein.

Häufig treten
Sehstörungen auf, zum Beispiel in
Form von blitzenartigen gleißenden Lichtern, geometrische Figuren
oder eine seltsam verzerrte Sicht. Einige Menschen spüren auch ein
Kribbeln und auch der Hörsinn
oder Geschmackssinne können in seltenen Fällen betroffen sein. Auch

Sprach- und
Gedächtnissstörungen können Bestandteil einer Aura sein.

Charakteristisch ist die Wanderung (Migration) der Symptome im
Sinnesraum, z.B wandern Sehstörungen im Gesichtsfeld oder ein
Kribbelgefühl wandert den Arm entlang.

Andere Symptome

Störungen des Körperschemas
(Alice-im-Wunderland-Syndrom)
können auch auftreten.

Persistierende Aura ohne
Hirninfarkt

Die persistierende Aura ohne Hirninfarkt (früher auch als
Migräneaurastatus bezeichnet) ist eine Migränekomplikation, bei der
die Aurasymptome länger als 1 Woche anhalten, ohne dass ein
radiologischer Nachweis eines Hirninfarktes gelingt. In
Zusammenarbeit mit der britischen Migränikerin und Künstlerin Sofia
Greene, die als Betroffene vor einem Jahr eine groß angelegte
Erhebung zu diesem Thema in englischsprachigen Internetforen
initiierte, erweitern wir diese Fragebogenerhebung auf den
deutschsprachigen Raum. Beiträge hierzu von den Lesern dieser
Website sind weiterhin sehr erbeten.

Sehr geehrte Leserin, sehr geehrter Leser,

mein Name ist Sofia Greene und ich habe ein Forschungsprojekt
zum Thema Migräne Aurastatus initiiert. Dieses wird von Dr. Frank
Clifford Rose (London Neurological Centre), Dr. Dominic ffytche
(London) sowie Dr. Markus Dahlem und Dr. Klaus Podoll
(Migräneaurastiftung www.migraine-aura.org) unterstützt und
ausgewertet. Ziel soll es sein, mit Hilfe von Beschreibungen das
Problemfeld transparenter zu machen und eine mögliche Lösung zu
finden.

Die Umfrage richtet sich an alle, die sich mit Augenrauschen,
Flimmerskotom, persistierender Migräneaura, verzögerten
Nachbildern, negativen Nachbildern oder ähnlichen, lang anhaltenden
Formen von visuellen Wahrnehmungsstörungen konfrontiert sehen.

Sollten Sie Interesse an einer Teilnahme haben, dann füllen Sie
bitte den untenstehenden Fragebogen aus und senden diesen an
statusmigrainous@yahoo.co.uk und/oder kpodoll@ukaachen.de. Sehr
gerne können Sie Ihren Emails auch eigene Illustrationen o.ä.
anfügen, die Ihre visuellen Eindrücke besser schildern.

Selbstverständlich werden Ihre Informationen vertraulich
behandelt und nicht an Dritte ohne Ihr Einverständnis
weitergegeben. Ich bin sehr zuversichtlich, dass wir gemeinsam
einer Lösung näher kommen und verspreche, die Ergebnisse der
Untersuchung mit jedem vollumfänglich zu teilen, der an der Umfrage
teilgenommen hat. (Die Ergebnisse werden auf der Website
www.migraine-aura.org veröffentlicht werden.)

Vielen Dank für Ihre Mithilfe!
Sofia Greene

1. Name oder Internetpseudonym (optional):

2. Email (optional):

3. Wohnort (optional):

4. Alter:

5. Geschlecht:

6. Staatsangehörigkeit (optional):

7. Leiden Sie an klassischer Migräne (= Migräne mit Aura) oder
einfacher Migräne (= Migräne ohne Aura)? In welchem Alter fing die
Migräne an?

8. Wie behandeln Sie Ihre klassische oder einfache Migräne?
Welche Medikamente nehmen Sie ein und helfen sie?

9. Welche Diagnose ist bei Ihnen gestellt worden?

10. Beschreiben Sie Ihre visuellen Störungen möglichst exakt und
geben Sie an, wie lange diese schon bestehen?

11. Gibt es Ihrer Meinung nach weitere mögliche Störungen bzw.
Symptome, die mit den visuellen Störungen in Verbindung stehen
könnten?

12. Was nehmen Sie zur Behandlung ein bzw. welche weiteren
Maßnahmen haben Sie ergriffen? Hilft es?

13. Haben Sie ein auslösendes Ereignis (Trigger) für Ihre
visuellen Störungen feststellen können?

14. Welche Untersuchungen haben Sie bereits durchlaufen und wie
waren deren Ergebnisse?

15. Abschließend haben Sie hier die Möglichkeit, weitere
Informationen und/oder Beschreibungen zur Verfügung zu stellen.

Erfassung der Symptome

Die klinische Erfassung der Aura ist problematisch, da die
Symptome sich nicht direkt beobachten lassen. Ein Ziel der
aktuellen Forschung ist es, telemedizinischer Diagnoseverfahren zu
entwickeln, die die Symptomatik objektiveren kann.

In Pilotstudien wird z.Z. überprüft, bis zur welcher
Merkmaltiefe die visuellen Symptome objektivierbar sind. Dazu
werden die
Sehstörungen werden nach Reiz- und
Ausfallerscheinungen (
positiven und
negativen Symptomen) getrennt erfasst.

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