Diese Seite ist für Browser optimiert, die Web-Standards unterstützen. Andere Browser zeigen lediglich eine vereinfachte Version an, ermöglichen jedoch ebenfalls den Zugang zu allen Texten dieser Site.

Pathomechanisms Pathomechanisms
MIGRAINE KLASSIFIKATION   MIGRAINE_HEADACHE   MIGRäNE AURA   MIGRAINE ART    
Printer friendly version print page
search
Author: Markus Dahlem 31. January 2006
Edited by: Markus Dahlem

Pathomechanisms

Migraine study with functional magnetic resonance imaging. © 2001 PNAS (cited from Hadjikhani et al., 2001)

Neural vs Vascular Theory of Migraine Aura

Whether migraine aura has a neural or vascular cause is a long-standing dispute in the literature of migraine pathology. Recent advances in neuroimaging techniques, such as positron emission tomography (PET), single photon emission computed tomography (SPECT), and functional magnetic resonance imaging (fMRI) have augmented the growing clinical evidence that migraines are primarily driven from the brain (Cohen and Goadsby, 2006). [more]

Modelling Migraine Aura

Neural networks and nonlinear dynamics can help to explain what happens to the brain during an migarine with aura. It is hoped that computational neuroscience approaches provide new routes to migraine etiology and the gained knowledge helps us to develop novel strategies in migraine therapeutics (Dahlem and Chronicle, 2004). [more]

References

Cohen AS, Goadsby PJ. Functional neuroimaging of primary headache disorders. Expert Rev Neurother 2006; 6: 1159-1171.
Dahlem MA, Chronicle EP. Computational perspective on migraine aura. Prog Neurobiol 2004; 74: 351-361.
Hadjikhani N, Sanchez Del Rio M, Wu O, Schwartz D, Bakker D, Fischl B, Kwong KK, Cutrer FM, Rosen BR, Tootell RB, Sorensen AG, Moskowitz MA. Mechanisms of migraine aura revealed by functional MRI in human visual cortex. Proc Natl Acad Sci USA 2001; 98: 4687-4692.

Die Frage nach der Pathophysiologie der Migräneaura, also die
Frage nach den Faktoren und Mechanismen, die zur Migräneaura
führen, ist von zentraler Bedeutung. Ist sie beantwortet, ist der
Weg zu einer rational begründeten und erfolgreichen Therapie
gebahnt.

Model of fortification pattern

Modell der Migräneaura Fortifikation. © 2004
Progress in Neurobiology (entnommen aus Dahlem and Chronicle,
2004)

Einige Gehirnfunktionen, die bei der Erfahrung einer Migräneaura
eine Rolle spielen, sind heute bekannt. Zum Beispiel kann man
funktionelle Prozesse im Gehirn identifizieren, die bei einer
Störung einfache geometrische Zackenfiguren im Gesichtsfeld
entstehen lassen. Man glaubt auf der systemorientiertern
zellulärern Ebene der Gehirnfunktionen die Entstehung bestimmter
Formen (Morphogenese) einer Migräneaura verstanden zu haben.

Morphogenese

Die Morphogenese beschreibt wie Formen visueller und anderer
sensorischer Symptome der Migräneaura entstehen. Man bezieht sich
dabei auf physiologische und pathophysiologische Prozesse in der
Großhirnrinde.
[weiter]

Migraine study with functional Magnetic Resonanz Imaging

Migränestudie mit funktioneller
Kernspintomographie. © 2001 PNAS (entnommen von Hadjikhani et al.
2001)

Vaskuläre kontra neurale
Migräneaura-Theorie

Die Erscheinungsfrom einiger Aurasymptome scheint recht gut
verstanden zu sein. Trotzdem doch sind noch pathogenetische und
physiologische Ursachen dieser Fehlleistung des zentralen
Nervensystems umstritten. Gegenüber stehen sich eine vaskuläre und
eine neurale Migräneaura-Theorie.
[weiter]

Funktionsmodelle der
Aura

Aus neurobiologischer Perspektive können typische Reiz- und
Ausfallerscheinungen einer Migräneaura unabhängig von der Frage, ob
vaskuläre oder neurale pathophsiologische Mechanismmen für ihr
Zustandekommen verantwortlich sind, als Fehlleistungen normaler
Gehirnfunktionen verstanden werden.
[weiter]

Warum nicht nur Ärzte, sondern auch Betroffene über die
Ursachen ihre Migräneaura Bescheid wissen sollten

Die Diagnose einer Krankheit als Ursache selbst erlebter,
subjektiv wahrgenommener Symptome führt nicht notwendigerweise zur
einer Therapie, weil oft die erkannten Störungen nicht isoliert
behandeln werden können. Trotzdem liegt allein in der Aufklärung
über die Ursache der Beschwerden schon ein erster bedeutsamer
therapeutischer Schritt.

Dies gilt vor allem für die Migräneaura, weil sie als extrem
beunruhigende neurologische oder neuropsychologische
Begleiterscheinung in besonderem Maße Angst und Besorgnis
hervorrufen kann - bis hin zur Furcht, wenn nicht
"verrückt" zu werden, so doch zumindest als
"verrückt" zu gelten! Diese Angst kann vermindert werden,
wenn man über die Ursache der Migräneaura aufgeklärt wird.

In keiner Weise soll an dieser Stelle der Kopfschmerz als
weniger quälendes Symptom in den Hintergrund gedrängt werden. Für
die Mehrheit der Menschen sind die Kopfschmerzen die
unerträglichsten Symptome einer Migräne. Aber es gibt ebenso Fälle,
in denen der Kopfschmerz weniger schlimm auftritt oder gar ganz
ausbleibt und die Aura das Hauptproblem darstellt.

Der Migräniker möchte - wenn möglich - verstehen, wie seine
Migräneaura als Fehlleistung seiner Gehirnfunktionen entsteht.
Warum sieht er Zackenlinien oder warum verschwinden Teile seines
Gesichtsfeldes? Welche Gehirnregionen sind bei diesen Symptomen
betroffen? Konkrete und verständliche Antworten auf diese Fragen
entmystifizieren das Phänomen Migräneaura.

Man wird sich als betroffener Migräniker während einer
Migräneaura-Attacke nicht immer vollständig von seinen Ängsten
befreien können. Versteht man aber die beteiligten Gehirnprozesse,
kann dies behilflich sein, im akuten Zustand besser die Ruhe zu
bewahren und die Erfahrung besser zu bewältigen oder sogar
ästhetisch zu genießen und kreativ zu verarbeiten.

Wissenschaftler, wie
Bernhard Hassenstein und
Marvin Minsky, haben einen
unbefangenen Umgang mit ihrer Aura, weil sie eine konkrete
Vorstellung über die Entstehung ihrer Trugwahrnehmungen als
funktionelle Fehlleistungen ihrer Großhirnrinde haben. Sie
beobachten die Aura mit großem Interesse und sehen in dieser einen
privilegierten Einblick in ihre Gehirnfunktionen, anstatt in
Hilflosigkeit von Angstzuständen geplagt zu werden.

Im folgenden stellen wir die zwei zur Zeit konkurrierenden
Theorien des neuralen bzw. ischämischen Ursprungs der Aura vor.
Außerdem werden die für die Migräneaura typische Reiz- und
Ausfallerscheinungen als Fehlleistungen normaler Gehirnfunktionen
erläutert.

Neurale kontra vaskuläre
Migräneaura-Theorie

Funktionsmodelle der
Aura

Literaturverzeichnis

Dahlem MA, Chronicle EP. Computational
perspective on migraine aura. Prog Neurobiol 2004; 74: 351-361.

Hadjikhani N, Sanchez Del Rio M, Wu O, Schwartz D,
Bakker D, Fischl B, Kwong KK, Cutrer FM, Rosen BR, Tootell RB,
Sorensen AG, Moskowitz MA
. Mechanisms of migraine aura revealed
by functional MRI in human visual cortex. Proc Natl Acad Sci USA
2001; 98: 4687-4692.

top top

MIGRAINE KLASSIFIKATION  |  MIGRAINE_HEADACHE  |  MIGRäNE AURA  |  MIGRAINE ART
Impressum |  Kontakt |  IMPRINT |  Sitemap

Copyright © 2006 Migraine Aura Foundation, All rights reserved.
Thanks to: RAFFELT MEDIENDESIGN and toms-projekte.de | webmaster@migraine-aura.org

zms

http://www.migraine-aura.org/

New On Site Readers' Feedback Auszeichnungen Terms Of Use Funding How can you help?

 

 

hon code
We subscribe to the HONcode principles. Verify here.

teaser gray matters

migraine art
NEW BOOK: Klaus Podoll & Derek Robinson, Migraine Art - The Migraine Experience from Within